(180) Burk Hullers Begegnung mit den Außerirdischen hatte eigentlich erfolgversprechend begonnen.

von Alain Fux

Burk Hullers Begegnung mit den Außerirdischen hatte eigentlich erfolgversprechend begonnen. Burk hatte eine Kontaktanzeige aufgegeben, denn alle Versuche auf direktem Weg eine Frau kennenzulernen, hatten fehlgeschlagen. Er war zwar erst 30, aber er musste irgendetwas an sich haben, das Frauen abstieß. Die Anzeige war ein Versuch, mit neuen Methoden mehr zu erreichen.

Er bekam viele Zuschriften und eine davon stach heraus. Georgina war eine blonde Stewardess, Ende 20. Auf dem Foto lächelte sie Burk an und er konnte nicht anders, als ihr sofort zurückzuschreiben. Er wollte sie unbedingt kennenlernen. Sie schrieb ihm genauso schnell zurück und sagte, dass sie ihn in einem Gewerbegebiet in der Nähe des Flughafens mit dem Wagen abholen würde. Burk war selig.

Zu der vereinbarten Uhrzeit stand er an einem Samstag an einer Kreuzung, die an allen vier Ecken von Lagerhäusern gesäumt war. Fast pünktlich kam ein auberginefarbener Lieferwagen die Straße entlang auf ihn zu und hielt neben ihm. Die Fenster waren verdunkelt. Die Tür öffnete sich. Neugierig und schon sehr erregt schaute Burk ins Innere des Fahrzeugs. Zwei grüne Arme streckten sich ihm entgegen und zogen ihn mit großer Kraft ins Innere des Fahrzeugs. Burk hatte keine Chance, sich zu wehren. Im Wagen waren zwei Gestalten, die in aus warzigen Gesichtern mit großen Insektenaugen anstarrten. Einer hielt ihm ein Tuch vor die Nase und er verlor das Bewusstsein.

Als er wieder aufwachte, lag er festgebunden auf einem Tisch. Er war nackt. Über ihm ein greller Scheinwerfer, der alles andere dahinter verschwinden ließ. Aus der Helligkeit kam ein grüner, reptilienartiger Arm, der ihn an der Brust betastete. Der Arm wanderte über seinen ganzen Körper und beschäftigte sich dann mit seinem Penis. Unwillkürlich hatte Burk eine Erektion. Dann wurde ihm wieder schwarz vor Augen.

Als er wieder aufwachte, lag er im Wald auf einer Lichtung. Er war angezogen und seine Seite schmerzte ihn. Den Ort kannte er. Die Lichtung war nicht allzu weit entfernt von da wo er wohnte. Fragen schwirrten durch seinen Kopf. War er von Außerirdischen entführt worden? War die Stewardess ein Alien? Was hatten sie mit ihm gemacht? Hatten sie sein Sperma abgezapft, um Abkommen von ihm zu züchten?

Er wollte sich aufrichten, aber er hatte große Schmerzen in der Seite. Erst nach einiger Zeit konnte er sich auf die gute Seite wälzen, von da auf die Knie und dann aufstehen. Er fühlte einen Verband an der Seite.

Huller ging zu Fuß nach Hause und legte sich ins Bett. Als er wieder aufwachte, schien es bis auf die Narbe, die er unter dem Verband fand, wie ein schlechter Traum. Allerdings waren seit seinem Rendezvous mit der blonden Stewardess drei Wochen vergangen. Sie waren wie getilgt aus seinem Leben. Wohin hatten sie ihn entführt? War er in einer anderen Galaxis gewesen? Natürlich konnte er niemand von diesem Erlebnis berichten. Man hätte ihn für verrückt erklärt. Er musste sich schützen. Die Aliens wussten, wo er wohnte, und würden vielleicht wieder kommen. Ein Hund, fiel ihm ein. Ein scharfer Hund wäre das Richtige, um zumindest so viel Widerstand zu leisten, damit sie von ihm abließen. Bei jedem Geräusch zuckte er zusammen. Ja, er musste sich schützen. Ein Hund wäre gut.

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