(321) Christo, der Portier des Klubs, hatte Mitleid mit Terry.

von Alain Fux

Christo, der Portier des Klubs, hatte Mitleid mit Terry. „Es gibt auch Singleklubs. Unser Klub hier ist bekannt dafür, dass besonders Familien mit kleinen Kindern hierherkommen.“ Christo stellte Terry ein Fahrrad zur Verfügung, um die Insel zu erkunden. Das würde ihm Freude bereiten. Terry nahm das Angebot an.

Als er am nächsten Tag mit dem Fahrrad unterwegs war und den leichten Fahrtwind spürte, während er am Strand entlang radelte, fühlte er sich glücklich. Vielleicht würde er unterwegs zu Abend essen können, und so die Familienhölle vermeiden. Er hätte Christo nach einer Empfehlung fragen sollen.

Terry kam schließlich beim Leuchtturm an, der auf der gegenüberliegenden Seite der Insel lag. Er rastete, las in seinem Buch und aß etwas Obst. Dann überlegte er, ob er die Insel weiter umrunden oder quer durch die Mitte fahren sollte. Mitten auf der Insel ragte ein Vulkan hervor. Die Straße führte natürlich nicht über den Berg, aber es müsste schon etwas Steigung geben. Abseits des Meeres war es ruhiger und es gab kaum Wind. Es war früher Nachmittag und die Sonne war recht drückend. Terry sagte sich, dass etwas Anstrengung gar nicht schlecht wäre, um sein Herz zu stärken. Er beschloss, das Innere der Insel zu erkunden. Er fragte sich, ob er auch auf dem Weg zum Sportler war, wies den Gedanken aber entschieden von sich.

Zuerst begegnete er einem alten Mann, der am Stock ging und ihm etwas hinterher rief, das er nicht verstand. Dann kam ihm ein Polizist zu Fuß entgegen und salutierte, als Terry an ihm vorbeifuhr. Die Steigung war steiler, als es Terry erwartet hatte. Einmal musste er sogar absteigen und das Rad schieben. Als er endlich am höchsten Punkt angekommen war, direkt unterhalb des Vulkans, rastete er ein wenig. Als er weiterfuhr, ging es viel leichter. Allerdings schienen die Bremsen nicht einwandfrei zu funktionieren. Er musste dazu seine Füße zur Hilfe nehmen.

Als er um eine Kurve bog, stand eine schöne Frau am Straßenrand. Er grüßte sie, sie antwortete und als er sich zu ihr drehte, um sie besser zu verstehen, kam er von der Straße ab und rollte einen Abgrund hinunter. Die Frau, Ruth Scott, rief ihren Mann, Brent Scott, der gerade hinter einem Baum stand und pinkelte. Gemeinsam gingen sie den Abhang hinunter und halfen Terry auf. Er hatte sich nicht verletzt, nur eine leichte Schürfwunde im Gesicht, wo ihn ein Zweig getroffen hatte. Beide Reifen waren allerdings platt.

„Ein bisschen weiter unten finden Sie ein Geschäft und eine Bushaltestelle, dort kann man Ihnen sicher weiterhelfen“, sagte Scott. Terry war immer noch etwas wackelig auf den Beinen. Er bedankte sich und schob das nutzlose Rad den Berg hinunter. Ruth und Brent Scott setzten ihren Spaziergang zum Vulkan fort.

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