(267) Im Innern war der Diskus hell erleuchtet, ohne dass Iwo eine Lichtquelle ausmachen konnte.

von Alain Fux

Im Innern war der Diskus hell erleuchtet, ohne dass Iwo eine Lichtquelle ausmachen konnte. Ihm war, als ob der Diskus wieder abhob. Orientierung war unmöglich. Einerseits schien er in einem riesigen freien Raum zu stehen, dessen äußeren Wände so weit entfernt waren, dass er sie nicht mehr erkennen konnte. Andererseits kamen vier weitere graue großköpfige Figuren aus dem Nichts dazu, ohne dass er sie vorher hätte sehen können. Auch der Tisch, zu dem sie ihn führten, war plötzlich da, als ob er sich aus dem Nichts materialisiert hätte.

Iwo musste sich auf den Tisch legen. Zuerst zogen sie ihn vollständig aus und fixierten ihn mit weichen Gurten. Die ganze Gruppe machte sich dann an ihm zu schaffen. Er spürte ihre Berührungen kaum, es war nicht mehr als ein Kontakt mit einer Feder. Wenn Iwo den Kopf hob, konnte er sehen, was sie mit ihm anstellten. Sie hatten kleine Geräte dabei, die sie aus der Nähe auf ihn richteten und von denen sie irgendwelche Messwerte ablesen konnten. Mit einer Art Mikroskop suchten sie seinen Körper ganz genau ab. An manchen Stellen nahmen sie Proben mit langen dünnen Sonden, deren Kontakt er aber nicht spürte.

Alles geschah völlig geräuschlos. Die Figuren um Iwo herum schienen sich nicht untereinander zu verständigen. Als Iwo etwas sagen wollte, war es, als ob sein Kehlkopf festgefroren sei. Er brachte kein Wort über die Lippen. Nicht einmal röcheln oder knurren konnte er.

Nacheinander testeten sie, was sie an ihm wegschneiden konnten. Jedes Mal, wenn er vor Angst schreien wollte, ließen sie davon ab. Das war so bei Fingern, Zehen, Ohrläppchen, Brustwarzen, Nase, Penis und Hodensack. Wo er nicht reagierte, nahmen sie Proben. Sie schnitten ihm Haare ab vom Kopf, von der Brust und aus dem Schambereich. Auch bei den Fingernägeln nahmen sie Proben. Sie waren auf jeden Fall darauf aus, ihn so wenig wie möglich leiden zu lassen.

Besonders seine Körperöffnungen analysierten sie sehr genau. Aus dem Mund entnahmen sie Schleimproben. Dann spreizten sie ihm die Beine und einer schob ihm einen Stab in den Hintern. Ein Kribbeln durchzog ihn. Sein Penis versteifte sich schlagartig und er ejakulierte in kürzester Zeit. Eine Figur fing das Ejakulat mit einem Becher auf. Dann schienen sie von ihm abzulassen. Gerade als er sich fragte, was als Nächstes mit ihm passieren würde, kam eine Figur zurück und setzte ihm eine Mütze mit Antennen auf den Kopf. Die Figur bedeutete ihm, sich entspannt hinzulegen. Kurz darauf dämmerte er in den Schlaf hinein.

Advertisements