(239) Nach einer intensiven Woche des Kennenlernens beschlossen Gloria und Jutta gemeinsam in Urlaub zu fahren.

von Alain Fux

Nach einer intensiven Woche des Kennenlernens beschlossen Gloria und Jutta gemeinsam in Urlaub zu fahren. „Entweder klappt es oder es klappt nicht. Zumindest wissen wir, woran wir sind“, beschied Gloria. Sie flogen in die Dominikanische Republik. Gernot glotzte etwas blöd, als Jutta ihm die Reise ankündigte, hielt sich aber mit Kommentaren zurück.

Ihr Hotel, das Tropical Sueno Puntacana lag direkt am Strand in einer weitgeschwungenen Bucht mit Palmenhainen. Schnell etablierte sich bei den Frauen ein Tagesrhythmus. Vor dem Frühstück machten sie Morgengymnastik auf der Terrasse. Am Vormittag lagen sie am Strand, mittags aßen sie dort frischen gegrillten Fisch. Nachmittags hatten sie Sex in ihrem Zimmer mit Meeresblick und hielten einen Mittagsschlaf. Dann gingen sie am Strand spazieren. Abends nach dem Essen saßen sie nochmals am Strand und dann in der Bar.

Jutta fand, dass sie schon immer lesbisch gewesen sein musste, ohne es zu wissen. Gloria erklärte, dass sie schon immer ein Faible hatte für Frauen, die älter waren als sie und sie sich bei Jutta sehr gut aufgehoben fühlte.

Ein Schatten auf dem Urlaub war ein anderer Tourist, Guido Peters, der immer wieder in der Bar versuchte, die beiden Frauen anzumachen. Er war alleine und die anderen Urlauber waren alles Paare. Nur bei den beiden Frauen schien er sich Chancen auszumalen. Er lud sie an der Bar immer wieder zu Getränken ein, die Frauen lehnten aber immer ab. Jutta hatte sich bei Manuel, dem netten Empfangschef, über Peters‘ Benehmen beschwert. Manuel bedauerte, konnte aber nichts machen. Gloria nahm das Problem auf ihre Weise in die Hand und sagte Peters, er solle sich woanders einen Parkplatz für seinen Stummelschwanz suchen, sie und Jutta seien in der Hinsicht Selbstversorgerinnen. Aber all das erregte Peters noch mehr und er sprach mehrmals von „einem flotten Dreier“, bei dem sich alle gegenseitig verwöhnen würden. Schließlich seien doch alle im Urlaub und wollten es sich gut ergehen lassen. „Als Karatelehrerin kann ich ihn leider nicht verprügeln“, bedauerte Gloria.

An einem Tag lief ihnen am Strand ein Mischlingshund zu, der sich von Jutta ausgiebig streicheln ließ. Sie nannte ihn Bello und kaufte Futter für ihn. Bello ließ sie danach nicht mehr aus den Augen. Gloria protestierte, aber Jutta nahm ihn sogar mit ins Hotel. Sie schmuggelte ihn über die Terrasse ein. Manuel hatte es natürlich mitbekommen, sagte aber nichts. Nur in den Speisesaal nahm Jutta den Hund nicht mit.

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