(245) Am 23. Oktober 1935, um 22:15 Uhr, wurde Arthur Flegenheimer alias Dutch Schultz…

von Alain Fux

Am 23. Oktober 1935, um 22:15 Uhr, wurde Arthur Flegenheimer alias Dutch Schultz auf der Herrentoilette des Palace Chophouse, 12 East Park St. in Newark, New Jersey angeschossen. Er stand am Urinal, als Charles Workman und Mendy Weiss hereinstürmten. Workman schoss zwei Mal auf Schultz, traf aber nur ein Mal. Schultz ging zu Boden. Anschließend lieferten sich die beiden Killer im Hinterzimmer des Restaurants einen Schusswechsel mit dem Rest der Schultz-Bande, darunter auch sein Leibwächter Lulu Rosencrantz.

Obwohl tödlich verletzt, konnten die Leute von Schultz die Angreifer in die Flucht schlagen. Weiss nahm das Fluchtauto und ließ Workman zurück, der zu Fuß weglaufen musste.

Schultz wollte nicht in einer Toilette sterben. Er schleppte sich zurück in das Restaurant und setzte sich wieder an seinen Platz. Rosencrantz, der mehrere Ladungen Schrotkugeln im Leib hatte, wechselte noch Kleingeld mit dem Barmann und rief dann von der Telefonzelle einen Krankenwagen, bevor er kollabierte.

Als der Krankenwagen ankam, kümmerten sich die Sanitäter zuerst um die schwerer verletzten Kumpane von Schultz. Währenddessen versuchte die Polizei, Informationen zu den Angreifern aus Schultz herauszubekommen. Als ein zweiter Krankenwagen kam, gab Schultz den Sanitätern 700 Dollar, um die beste Behandlung zu bekommen. Im Krankenhaus legte man ihn allein in ein Vierbett-Zimmer, allerdings war er nicht allein darin, ein Polizist hielt Wache und schrieb alles auf, was ihm im Delirium über die Lippen kam.

Am nächsten Tag starb Schultz vollgepumpt mit Morphium an einer akuten Entzündung des Bauchfells. Workman hatte absichtlich rostige Kugeln benutzt. Die letzten Worte von Dutch Schultz waren: „Hey, Jimmie! Der Kamin kehrt. Sprich zu dem Schwert. Halt die Schnauze, du hast ein großes Maul! Bitte hilf mir auf, Henny. Max komm her… Frankokanadische Bohnensuppe… Ich möchte zahlen, sie sollen mich allein lassen…“

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