(205) Am nächsten Tag fuhr ein Pickup-Truck vor dem Lagerhaus vor…

von Alain Fux

Am nächsten Tag fuhr ein Pickup-Truck vor dem Lagerhaus vor und ein sportlicher junger Mann stieg aus. Er klingelte an der Eingangstür. Ryan stieß Larry an: „Ich glaube, wir haben etwas. Ich fordere schon mal Verstärkung an, für alle Fälle.“ Er gab den vereinbarten Code über Funk durch. Kurze Zeit darauf ertönte der Summer in ihrem Lieferwagen. Der Lagerverwalter hatte das Gegenstück unter dem Tresen und war angewiesen worden, ihn zu betätigen, wenn der Abholer auftauchen würde.

Larry legte seinen Pistolengurt an, während Ryan den Ruf nach Verstärkung bestätigte. „Keine Panik, Larry“, sagte er dann, „der Kerl wird sich den Stein nicht unter den Arm klemmen und wegflitzen.“ – „Der Wagen ist leer, er ist allein.“

Die Polizisten stiegen aus und überquerten im Schutz des Pickup-Trucks die Straße. Der Stahlrollladen des Lagers fuhr quietschend hoch. Sie versteckten sich hinter dem Pickup.

Unter dem Wagen hindurch konnten sie beobachten, wie der junge Mann einen Gabelstapler mit einer großen Kiste herausfuhr. Als er sich hinter den Pickup stellte und anfing, die Holzkiste auf die Ladefläche zu senken, stahlen sich Larry und Ryan vor den Wagen.

Plötzlich fuhr ein Streifenwagen mit Sirenengeheul auf den Hof. Der Mann sprang vom Gabelstapler und flüchtete durch den engen Durchlass am Lager vorbei. Larry rannte ihm nach, Ryan sprintete auf der anderen Seite um das Lager herum. Genau dahinter trafen sich alle drei und angesichts der auf ihn gerichteten Pistolen hob der junge Mann die Hände hoch. Er musste sich mit gespreizten Beinen gegen die Lagerwand lehnen, Larry filzte ihn auf der Suche nach Waffen. Dann legte Ryan ihm Handschellen an.

Der Mann war vielleicht zwanzig und sah nicht wie ein Ganove aus. In seiner Aussage wies er sich als Gerald Hock aus und gab an, Student zu sein. Er war sehr kooperativ und beantwortete bereitwillig alle Fragen, die die Beamten hatten.

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