(197) Passanten blieben stehen und schauten dem Segway-Fahrer nach.

von Alain Fux

Passanten blieben stehen und schauten dem Segway-Fahrer nach. Mit einem kecken Hüftschwung leitete Kraushaar eine scharfe Wendung in eine Nebenstraße ein.

Gerade in diesem Augenblick stürmten zehn Meter vor ihm drei schwarz gekleidete Männer mit Skimasken aus einer Bank heraus und sprangen in das Auto, das davor auf der Straße parkte. Sie hatten eben die Filiale überfallen und trugen Plastiktüten mit Geld in der einen Hand und Pistolen in der anderen. Der Fahrer, der im Wagen geblieben war, drehte den Zündschlüssel.

Der Segway-Fahrer erkannte sofort, was passierte und versuchte, so schnell wie möglich weiterzufahren. Der Motor des Fluchtwagens ächzte und keuchte, sprang aber nicht an. Der Fahrer versuchte es noch einmal. Wieder nichts. In der Ferne hörte man Sirenen. Einer der Bankräuber schnellte aus dem Wagen, die Plastiktasche noch in der Hand, und sprintete hinter dem Segway her.

Kraushaar hörte die Laufschritte und versuchte, schneller zu fahren. Aber er war schon am Maximum. Der Bankräuber griff mit der freien Hand nach Kraushaars Mantel, rutschte aber ab und geriet ins Straucheln. Der Segway-Fahrer konnte wieder etwas Distanz gewinnen. Der Räuber war aber wieder auf den Beinen und hastete ihm hinterher. Diesmal klappte es und er zog Kraushaar vom Segway. Der Roller blieb sofort stehen, Kraushaar stürzte zu Boden. Der Bankräuber sprang auf die Standfläche des Gefährtes und drückte die Lenkstange nach vorn. Der Roller fuhr wieder los.

Mittlerweile war der Streifenwagen in die Nebenstraße eingebogen und keilte das Auto der Bankräuber ein. Ein zweiter Streifenwagen kam dazu, die drei Täter aus dem Wagen wurden sofort festgenommen.

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