(128) Dienstmädchen hatte es im Hause Bruns nie gegeben.

von Alain Fux

Dienstmädchen hatte es im Hause Bruns nie gegeben. Eric hatte die sexuelle Fantasie quasi von seinem Vater geerbt. Bruns Senior war ein Handelsreisender und verbrachte deshalb viele Nächte allein unterwegs. Dass er einen Teil seiner Einsamkeit mit Pornografie füllte, war verständlich.

Eric hatte natürlich nie mit seinem Vater darüber gesprochen und er glaubte auch nicht, dass seine Mutter davon wusste.

Er hatte das Versteck mit der Zeitschriftensammlung seines Vaters gefunden und machte davon ebenfalls Gebrauch.

Dem Anschein nach gab es zwei Varianten, die für Bruns Senior besonders befriedigend waren: Sex mit Dienstmädchen sowie Sex zwischen Normal- und Kleinwüchsigen. Seltsamerweise gab es keine Hefte, die diese Vorlieben kombinierten, aber wahrscheinlich war der Markt dafür zu eng. Warum Bruns Senior sich für genau diese Spielarten der menschlichen Sexualität interessierte, konnte Eric nicht erklären. Sex mit Kleinwüchsigen hatte ihn selbst nie interessiert. Er verurteilte das Interesse seines Vaters keinesfalls, konnte ihm aber nicht folgen.

Dienstmädchen hingegen nahmen in Erics Fantasien eine zentrale Rolle ein, insbesondere in Kombination mit Spanking. Sonst hatte Eric wenig Gemeinsamkeit mit seinem Vater. Hätten beide über ihre jeweiligen Dienstmädchenfantasien miteinander sprechen können, wären sie sich vielleicht näher gekommen. So aber war ihre Beziehung recht oberflächlich.

Wenn sein Vater nach ein paar Tagen zuhause sich wieder auf den Weg machte, untersuchte Eric noch am gleichen Abend das Versteck des Vaters, um zu sehen, ob es Neuzugänge gegeben hatte. Da die Geschäfte von Bruns Senior nicht so gut liefen, war das eher selten der Fall. Viele Hefte waren daher bereits in einem sehr abgegriffenen Zustand.

Eric hatte bis dahin nie mit jemand darüber gesprochen.

Rosa fand die Geschichte mit den vererbten Fantasien sehr interessant, denn sie war Biologin.

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