(110) Wendelin Papke war ein Busen-Connaisseur.

von Alain Fux

Wendelin Papke war ein Busen-Connaisseur. Wenn seine Frau Hanne mal wieder zu Besuch bei ihrer Mutter war, konnte er seine Leidenschaft ausleben. Schon Tage vorher besorgte er sich einen Pornofilm, der Brüste zum Thema hatte. Wenn seine Frau weg war, holte er sich seine geheime Kiste aus der Garage und machte es sich auf dem Sofa im Wohnzimmer gemütlich.

In der geheimen Kiste, einem Karton mit der Aufschrift ‚Teva Specialty Pharmaceuticals‘ bewahrte er, neben diversen DVDs und Spielzeugen, seinen Schatz auf. Es war ein Büstenhalter mit eingearbeiteten Silikonbrüsten. Körbchengröße C. Die Träger des BHs waren aus durchsichtigem Material und daher fast unsichtbar. Natürlich waren die Brüste einige Hauttöne rosiger als Papkes graue schlaffe Haut und natürlich passte die grau melierte Brustbehaarung dazwischen nicht wirklich zu den umgeschnallten Prothesen. Aber all das konnte Papke ausblenden. Er zog Hemd und Unterhemd aus und legte sich den kühlen Silikonbusen an. Zufrieden strich er sich über die falschen Nippel und hob die Brüste leicht an, um sie wieder fallenzulassen und ihr Gewicht zu spüren. Er legte die neu erstandene DVD in den Player. Während der Vorspann lief, schaute er sich noch einmal das Cover an. Darauf eine Frau mit drei Eutern und acht Zitzen. ‚Tittorama – Monstermöpse in Aktion‘. Herrlich, dachte Papke und lehnte sich zurück.

Der Film begann mit einem Blick auf eine Landschaft, die Papke vage an den Niederrhein erinnerte. Die Kamera zeigte einen Bauernhof, dann einen Stall und war schon im Stall drinnen. Boxentür, Box. Dann die gleiche Frau wie auf dem Cover, in ihrem Kuhkostüm mit halterlosen Strümpfen im Heu. Mit Kennerblick sah Papke, wo das Silikon der Verkleidung in die natürliche Haut der Schauspielerin überging. Es war gut gemacht, er hatte schon viel Schlimmeres gesehen. ‚Jessie Marschall‘ hieß die Schauspielerin. Ein Name, den er sich merken würde. Er streichelte sich über den Silikonbusen und fühlte sich erregt. Die langen rosigen Zitzen sahen aus wie erigierte Glieder, dachte Papke. Er fragte sich, ob es solche Silikoneuter wirklich zu kaufen gab oder ob es eine Sonderanfertigung war. Er stellte sich vor, wie es wäre, ein solches Teil zu tragen und dabei über die langen harten Zitzen zu streicheln. Das Gleiche tat Jessie Marschall eben auch. Mit einer Hand spielte sie mit den Zitzen, mit der anderen Hand fummelte sie sich im Schritt. Aha, der Schritt war offen. Papke hielt vor Erregung den Atem an. ‚Natürlich war der Schritt offen‘, sagte er sich, ‚wie sollte sie sonst Sex haben, Dummkopf‘.

Er sah Jessie zu und griff mit beiden Händen an seinen Busen. Ob er vielleicht doch ein weiteres Modell kaufen sollte, diesmal mit Körbchengröße D? Es würde sich bestimmt lustvoller anfühlen. Andererseits war der Karton jetzt schon voll und einen zweiten wollte er sich nicht in die Garage stellen. Mehr Kartons, höhere Wahrscheinlichkeit, von Hanne entlarvt zu werden. Spontaner Vorstoß von ihr, das Chaos in der Garage aufzuräumen. Was würde er dann sagen?

Jetzt kam ein Stallbursche ins Bild. Auch er schien sich an den Eutern zu ergötzen. Er streichelte Jessie und sie schaute ihn unter langen Wimpern liebevoll an. Papke stöhnte lustvoll.

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